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Jahresversammlung der Schmiede und Schlosser 2012 20. April 2012, 18.30 Uhr Thema: Centri di ...

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Schmied und Schlosser

Der Schmied ist „der Meister des Feuers“, der sich darauf versteht dem Eisen und Stahl in glühendem Zustand durch Druck und Hammerschläge neue Formen zu geben. Wenn auch Schmiedearbeiten heute nicht mehr in rußgeschwärzten Räumen entstehen müssen und technische Neuerungen wie das elektrische Gebläse, der stählerne Unterbau am Schmiedeherd oder der Absaugeventilator die Arbeit erleichtern, so stehen die lodernde Esse, der Amboss und der Schmiedehammer wie seit Jahrtausenden noch immer im Mittelpunkt einer Schmiede.

Das lateinische Wort „faber“ bedeutet „geschickt“. Der Schmied von heute verfertigt durch sein Geschick und seine Fähigkeiten nicht nur Gitter, Grabkreuze usw., sondern beschäftigt sich mit vielerlei anderen Aufgaben: mit dem handwerklichen Fahrzeugbau, der Herstellung von Anhängern und Spezialaufbauten verschiedenster Art, mit der Wartung von Zugmaschinen, Arbeitsmaschinen für die Landwirtschaft und landtechnischen Einrichtungen.

Kreativität ist besonders beim Kunsthandwerk gefragt, wo der Zeitgeist in Architektur und Kunst zum Ausdruck gebracht werden kann. Gefragt ist der Kunstschmied auch bei Restaurierungen.

Der Begriff „Schlosser“, abgeleitet von „(Tür-)Schloss“ stammt aus dem 13. Jahrhundert, jener Zeit, wo sich die Menschen verstärkt in Städten ansiedelten, und dadurch die Nachfrage nach Schlössern für Häuser und Schatztruhen stieg.
Heute macht der Schlosser kaum noch Schlösser. Als Metallbauer fertigt er Türen, Gitter, Fenster, Treppen und Geländer an, errichtet Hausfassaden und baut Tore und Hallen. Dazu sind Fachkenntnisse in den Bereichen Schall- Feuer- und Rostschutz, Wärmedämmung und Oberflächenveredelung notwendig. Verarbeitet wird dabei nicht nur Stahl, sondern auch Messing, Kupfer und Bronze. Dies erfordert die Kenntnis neuester Fertigungstechniken, durch welche Metallkonstruktionen errichtet werden, die dem architektonischen Zeitgeist von damals oder heute entsprechen.

Friedrich von Schiller

Auszug aus:

Das Lied von der Glocke

Fest gemauert in der Erden 

Steht die Form, aus Lehm gebrannt. 

Heute muß die Glocke werden.

Frisch Gesellen, seid zur Hand. 

Von der Stirne heiß 

Rinnen muß der Schweiß,

Soll das Werk den Meister loben, 

Doch der Segen kommt von oben.

Zum Werke, das wir ernst bereiten,

Geziemt sich wohl ein ernstes Wort; 

Wenn gute Reden sie begleiten, 

Dann fließt die Arbeit munter fort. 

So laßt uns jetzt mit Fleiß betrachten,

Was durch die schwache Kraft entspringt, 

Den schlechten Mann muß man verachten,

Der nie bedacht, was er vollbringt. 

Das ist's ja, was den Menschen zieret,

Und dazu ward ihm der Verstand, 

Daß er im innern Herzen spüret, 

Was er erschafft mit seiner Hand.   …